Maulkorb Training
Ein Maulkorb muss für den Hund nichts unangenehmes sein. Positiv und mit viel Freude trainiert tragen die Hunde Ihren Maulkorb mit Stolz. In der Regel aber auch nur, wenn auch die Halter das nicht als sehr unangenehm oder hässlich empfinden.
Bei der Wahl des Maulkorbes ist unbedingt darauf zu achten, dass der Hund damit gut hecheln kann, um lebensbedrohliche Überhitzungen zu vermeiden. Ein Maulkorb sollte außerdem möglichst leicht sein und nicht scheuern. Zudem ist es gut, wenn man durch den Maulkorb Futterstückchen als Belohnung geben kann und der Hund damit sogar trinken gehen könnte.
Am besten misst man dafür die Schnauzenlänge und den Schnauzenumfang, an der breitesten Stelle, aus.

Das Material
Draht-/Metallmaulkörbe: sehr stabil, gute Belüftung, oft für längeres Tragen geeignet. Wichtig ist zu beachten, dass es oben an der Schnauze gepolstert sein sollte, da es sonst zu sehr reibt und verletzt.
Biothane Maulkörbe sind leicht, robust und wetterfest.
Kunststoffmaulkörbe sind auch sehr leicht, jedoch unterschiedlich stabil.
Nylon- oder Stoffschlaufen: nur für sehr kurze Anwendungen (z.B. Tierarzt) da der Hund hier kaum hecheln kann.
Das Signal
Das Signal für das Tragen des Maulkorbes ist der Maulkorb selbst. Wenn dieser rausgeholt wird, sollte der Hund gern seine Nase hineinschieben und den Korb befestigen lassen.
Aufbau
1) Halten Sie den Maulkorb in Nasenhöhe des Hundes und belohnen Sie jedes schnüffeln am Korb mit einem Lobwort und einem nachfolgenden Leckerchen.
2) Berührt Ihr Hund den Maulkorb zuverlässig, legen Sie das Leckerchen in den Korb oder halten Sie so hinter den Korb, dass er die Nase in den Korb schieben muss um an das Leckerchen zu gelangen. Lassen Sie ihn jederzeit die Nase aus dem Korb nehmen und schieben Sie diesen nicht gegen den Willen des Hundes in die Schnauze.
3) Schieben Sie nun ein möglichst langes Leckerchen so von außen durch das Gitter, dass der Hund im Maulkorb das Leckerchen beknabbern kann.
4) Entfernen Sie das Leckerchen kurzzeitig und loben Sie Ihren Hund, solange er seine Nase im Korb behält, Sofort danach schieben Sie das Leckerchen wieder durch das Gitter das er weiterfressen kann.
5) Wiederholen Sie diese Übung mehrere Tage, bis Ihr Hund gerne gern seine Schnauze in den Maulkorb steckt und dort auch mehrere Sekunden lässt. Schließen Sie nun den Korb hinter den Ohren und belohnen Sie Ihren Hund durchgängig.
6) Dehnen Sie die Zeit sekundenweise aus, in der der Hund kein Leckerchen bekommt, loben Sie ihn aber weiter kräftig.
7) Nehmen Sie nun Ihren Hund an die Leine und beginnen mit ihm zu gehen. Belohnen Sie wieder jede Sekunde mit einem Leckerchen, dass Sie durch das Gitter stecken.
8) Dehnen Sie die Zeit sekundenweise aus, in der Ihr Hund sich mit Maulkorb bewegt. Loben Sie ihn mit fröhlicher Stimme.
9) Reduzieren Sie in kleinen Schritten Ihr Lob, bis Ihr Hund entspannt mit dem Maulkorb unterwegs sein kann.
Wenn es mal schiefgeht:
Versucht Ihr Hund den Maulkorb mit aller Gewalt abzustreifen, halten Sie ihn kurz fest, reden ruhig mit ihm und versuchen, ihn abzulenken. Sobald er sich beruhigt hat, nehmen Sie den Maulkorb ab, machen eine Pause und verkleinern die Trainingsschritte.





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